Rezension: William Wenton und der Orbulator-Agent | Bobbie Peers

by Marcus

Der dritte Teil der Reihe

William Wenton und der Orbulator-Agent

Big Ben ist verschwunden! Die weltbekannte Glocke aus Londons berühmtem Uhrenturm ist einfach weg! William ist sich sicher, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Erst recht nicht, als Big Ben auf einmal im Institut wieder auftaucht, auf die Größe eines Milchkartons geschrumpft und an ihn adressiert. Irgendjemand will ihm etwas mitteilen. Aber wer? Und was? Das Gerücht geht um, dass es der Orbulatoragent selbst ist, der sie William geschickt hat. Und dass Big Ben alles andere als eine normale Glocke ist. [© Text und Cover: Carlsen Verlag]

Williams Abenteuer gehen weiter. Nach „William Wenton und die Jagd nach dem Luridium“ und „William Wenton und das geheimnisvolle Portal“ ist jetzt der dritte Teil der Kinderbuchreihe erschienen. Ich war schon gespannt darauf, was dem begnadeten Codeknacker diesmal alles begegnen wird.

Es geht auch gleich wieder rätselhaft los: Was ist das für ein seltsames Objekt, das William unaufgefordert zugeschickt bekommen hat? Wer oder was ist ein Orbulator-Agent? Und wird sein Widersacher Abraham Talley nach seinem Verschwinden wieder auftauchen? Ich mache mich gern mit William auf, die Antworten auf diese Fragen aufzuspüren.

William Wenton und der Orbulator-Agent

Auf eine ziemlich ungewöhnliche Weise landet William wieder im Institut für posthumane Forschung. Seit er das letzte Mal dort war, hat sich allerdings einiges verändert. Die gewohnten kauzigen Roboter wurden durch effizientere Modelle ersetzt, und auch mit dem Leiter der Anstalt scheint etwas nicht zu stimmen. Wem kann er noch vertrauen? Seiner Freundin Iscia natürlich, die lässt ihn auch nicht im Stich, wenn es um Leben und Tod geht. Aber auch zu zweit wird es nicht einfach, gegen die bösen Mächte zu bestehen.

Hin und wieder bringen mich die alten Maschinen zum Schmunzeln, wenn sie ihren Job machen oder William und seinen Mitstreitern helfen wollen.

»Stehen bleiben«, sagte der Föhn und folgte ihm. »Lass mich meine Arbeit machen.« (S. 98)

Dominiert wird das Buch allerdings von der Spannung. Wenn Iscia und William Verschwörern durch dunkle Tunnel folgen, immer in Gefahr, von einem Wach-Oboter festgesetzt zu werden, fiebere ich mit ihnen. Da fliegen die Seiten der kurzen Kapitel nur so dahin. Auch über die im zweiten Band bereits erwähnte uralte hochtechnologische Zivilisation erfahren wir mehr, was einen angenehmen mystischen Touch mit sich bringt. Abgerundet wird das Ganze mit ein paar technischen Spielereien wie der „Molekularen Schrumpfologie“ – eine ebenso coole wie brauchbare Erfindung.

William Wenton und der Orbulator-Agent

Persönliches Fazit

Der dritte Teil mit Willam Wenton ist eine gelungene Fortsetzung: tolle Schauplätze und jede Menge Spannung und Action haben mir wieder viel Spaß gemacht beim Lesen. Bücherfreunde ab 10 Jahren, die mit technischem Krimskrams etwas anfangen können, sind bei dieser Reihe bestens aufgehoben.

© Rezension: 2018, Marcus Kufner

 

William Wenton und der Obulator-Agent
William Wenton, Band 3
Bobbie Peers (Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs)
Kinderbuch, ab 10 Jahren
Carlsen Verlag – ISBN: 9783551553690
2018
gebunden, 240 Seiten
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