Im Sommer Straßencafé, im Winter gerne beides. Generell ist es stimmungsabhängig, aber meist morgens Kaffee und abends Tee. Ein Kaffeejunkie war ich aber schon immer, dazu ein Kaffeekeks – perfekt!
Wenn ich das so genau wüsste 😉
Britta Sabbag ist IN WIRKLICHKEIT erst 21 Jahre alt, liebt Bücher, Kaffee, das Meer und hat ihr Tagesziel erreicht, wenn weder ein Glas/ Tasse/ Teller/ Schale etc. kaputt gegangen ist, noch etwas angebrannt oder verbrannt ist und auch sonst alle möglichen Fettnäpfchen ausgelassen worden sind (gut, solche Tage gibt es kaum, aber man gibt die Hoffnung ja nicht auf).
Bis vor 3 Jahren habe ich als Personalerin gearbeitet, als dann die überraschende Kündigung kam. Als ich merkte, dass ich darüber nicht traurig war, entschloss ich mich, etwas völlig Verrücktes zu tun – etwas, was ich schon immer tun wollte: schreiben. Und das habe ich dann auch gemacht. Der Wunsch war schon immer in meinem Innersten, nur hatte ich mich vorher nie getraut. Heute schreibe ich Vollzeit, neben Romanen auch Drehbuchstoffe.
Vor jedem Buch steht natürlich die Idee, die meist zu den ungünstigsten Zeitpunkten kommt. Dann gilt es, diese Idee erstmal im Kopf wachsen zu lassen, denn nicht jede scheinbar gute Idee lässt sich umsetzen. Ich gehe also relativ lange mit der Idee „schwanger“, manchmal geht es aber auch recht schnell. Dann schreibe ich ein Exposé für den Verlag und für mich eine genaue Kapitelaufteilung, in der jede Szene grob umrissen wird. Das ist eine sogenannte „Fleißarbeit“ und sehr aufwendig. Wenn das alles steht, ist das reine Runterschreiben der viel leichtere Teil und eine wahre Belohnung!
Nein, eine solche Tasse besitze ich nicht 🙂 Allerdings mache ich mir morgens immer erst einen Kaffee, lese Mails und schaue bei Facebook rein, wenn Zeit ist, und laufe so langsam warm. Meine Zeit beginnt so ab 9.30 Uhr bis 10 Uhr morgens, vorher stehe ich etwas neben mir (Böse Zungen munkeln ja, dass das zu allen anderen Uhrzeiten trotzdem so ist 😉 )
Weder noch. Die Mitte. Der 2. Akt ist das schwerste, weil da am wenigsten passiert. Wenn ich hänge, dann immer da.
Ich hatte mir einen Pinguin bei PINGUINWETTER gewünscht, was ja logisch war. Der Rest kam vom Verlag, auch die zauberhafte Idee zum Daumenkino war von meiner Lektorin.
Ich mag den Schreibstil von Conni Lubek sehr, und liebe ihre drei Bücher, die ich mehrmals gelesen habe. Ein toller, intelligenter Humor!
Viele Liebeskomödien, ein paar Jugendbücher und sehr viele Biografien, sonst alles quer durch die Bank, auch gerne „schwere Kost“. Was man nicht findet, sind Thriller und Krimis, und auch Fantasy lese ich eigentlich nicht.
Ganz klar:
Mit Ronja Räubertocher (Astrid Lindgren), meine Schwester im Geiste.
Und – und da mache ich fantasytechnisch mal eine Ausnahme – Aragon (natürlich nicht NUR, weil er so toll aussieht) aus „Herr der Ringe“ (J. R. R. Tolkien). Durch diese Welt würde ich tatsächlich gerne mal einen Tag reisen.
Anfangs wusste es kaum einer, denn ich habe bis zum Vertrag gewartet, bevor ich es allen erzählt habe. Es kamen ganz unterschiedliche Reaktionen, aber die Personen, die mir wichtig sind, haben mich von Anfang an unterstützt.
Ich werde auf der Frankfurter Buchmesse sein, und es wird wohl auch ein kleines Meet & Greet geben.
Vor Lesungen bin ich schon nervös, aber es macht natürlich unglaublich viel Spaß, die Reaktionen der Leser live zu erleben. Wenn man ewig allein vor dem PC sitzt und in die Tasten haut, und so gar nichts von dem mitbekommt, was mit dem Buch da draußen passiert, ist es das größte Glück, das Publikum lachen zu sehen. Allein dafür ist jede (Lese)Reise wert.
Ich finde es toll, so nah am Leser zu sein, und den Kontakt zu haben. Wie oben schon gesagt, man sitzt solange alleine vor dem PC, man hat ja kein Büro und kein Team, mit dem man sich austauschen kann. Morgens ist es immer schön, die Kollegen, Leser und Blogger virtuell zu „sehen“, es hat ein bisschen was, wie „ins Büro kommen“. Und die Leser geben Feedback, das ist unbezahlbar. Ich möchte das nicht missen, obwohl es wie du sagst, ja auch eine andere Seite gibt: Es ist extrem zeitaufwendig. Ich versuche aber, alle Mails zu beantworten, auch wenn es etwas dauert 🙂
Ein wenig surreal war das schon. Aber hauptsächlich war ich froh und erleichtert, dass das Warten und die lange Vorlaufzeit nun endlich ein Ende hatte. Und dann das erste Mal das „Baby“ da so süß und pink im Buchladen liegen zu sehen, das hat mich völlig umgehauen. Ein kleines Stück Glückseligkeit.
Geschichten sind immer ein Konglomerat an Erlebtem, Erdachtem, Erträumten, von anderen Erlebtem und Gesehenem. Ich habe anfangs gedacht, Charlotte und ich hätten viele Gemeinsamkeiten, und es steckt auch ein wenig von mir in der Figur (natürlich NICHT das mit der Tollpatschigkeit, den Süßigkeiten und auch NICHT die Snoopy-Unterhosen Sache;-). Aber schon nach den ersten Seiten merkte ich, dass Charlotte ein eigenständiger Charakter ist, der eigenständige Entscheidungen trifft – oder auch nicht, wie in Pinguinwetter. Ich bin ein viel aktiverer Typ als Charlotte, ergebe mich den Dingen, die passieren, nicht so einfach wie sie – Charlotte muss das im Laufe des Buches erst lernen.
Sonst ist alles andere erstunken und erlogen – bis auf eine Figur. Das ist die der Oma Melitta, die tatsächlich so war und auch so hieß. Sie habe ich 1:1 übernommen.
Das mit den Pinguinen war Zufall. Die Iglu-Frage stellte der kleine Sohn einer alten Freundin mir vor ungefähr 15 Jahren und ich habe sie nie vergessen. Ich fand die Metapher schön, die gleichzeitig die Antwort von Charlottes Mutter am Ende des Buches dazu ist. Freundschaft und Familie spielen eine wichtige Rolle in meinem und unser aller Leben, so auch in Pinguinwetter. Und als ich mich weiter im Zuge von Pinguinwetter mit den Pingus beschäftigte, wurde mir noch etwas ganz anderes klar: Der Pinguin steht wie kaum ein anderes Tier dafür, dass es wichtig ist, dass man sich im richtigen Element befindet. An Land sind sie ungeschickt und wirken plump, im Wasser sind Pinguine elegante Schwimmer und schneller als Fische. Das heißt doch nur, dass wir in allem gut sind, wenn wir das tun, was unserem Naturell entspricht. In meinem alten Job dachte ich oft: „Irgendwas fehlt!“, wusste aber nicht, was es ist. Seit ich schreibe, ist der Gedanke nie wieder aufgekommen.
Die Fortsetzung von Pinguinwetter ist bereits fertig und erscheint im Sommer 2013. Charlotte hat noch nicht alle Fettnäpfchen dieser Welt betreten;-) Aktuell schreibe ich an einer ganz neuen Liebeskomödie, über die ich aber noch nichts sagen kann
Schlafen, lesen, ins Kino gehen, auf die Nordsee gucken, Kaffee trinken und Leute beobachten (letzteres sehr häufig und zu gerne)
Ehrlich gesagt, das, was ich gerade jeden Tag tue und erlebe – das ist alles verrückt und wunderschön.
Oft: kleine Momente. Ein lustiger aufgeschnappter Satz, eine schöne Begegnung, ein liebes Wort.
Immer: Das Meer. Melancholisch-glücklich, am liebsten die Nordsee.
Ansonsten natürlich, wenn ich meine Freunde und meine Familie um mich habe und es allen gut geht.
Auch das Meer 🙂
Ein albernes Ritual, aber es funktioniert: Astrid Lindgren Filme gucken. Nach Ronja, Madita, Michel und Co. geht es mir immer direkt besser 🙂
Und natürlich: PINGUINWETTER lesen;-)

