Aufgelesen #18
[Fortsetzung >> Teil 1]
von einem Vogelbeobachter aus vergangenen Tagen (“Es war die Nachtigall und nicht die Lerche“) handelte die letzte Ausgabe dieser Kolumne und endete mit Zweifeln an dessen Schaffenskraft. Wer hat “Romeo und Julia” tatsächlich sich ineinander verlieben und miteinander sterben lassen? Müssen wir also gar konstatieren, es war der Adelige und nicht der Getreidehändler?
Biographen und Historiker hegen nämlich den Verdacht, der Name William Shakespeare sei lediglich ein Pseudonym für einen anderen zeitgenössischen Poeten gewesen. Als mögliche Kandidaten gelten Sir Francis Bacon, Sir Walter Raleigh, Christopher Marlowe oder der 2. Earl of Essex. Insgesamt werden über 60 Namen als mögliche Verfasser der Shakespeare-Dramen gehandelt. Über einen Wissensstand wie den erwähnten konnte nur ein Mitglied des Adels verfügen, für den schriftstellerische Tätigkeiten jedoch als verpönt galten.

2 comments
Klasse! In Deinen Artikeln habe ich mehr über Shakespeare erfahren als in meinem Literatur- und Englisch-Studium. Traurig, aber wahr…
Na ja, zumindest mehr über Shakespeare als Person. Seine Werke kann man nach so einem Studium ja rückwärts flöten. Danke für die tollen Beiträge!
Liebe Grüße
Rica
Na, dann haben wir ja unseren Bildungsauftrag erfüllt 😉
Danke für Deinen Kommentar, schön, daß Du auf den nicht mehr neuen, aber (hoffentlich) zeitlosen Text gestoßen bist.
Mir geht's halt bei Shakespeares Sprache so, daß man sich daran nicht sattlesen kann, sie ist einfach so gehaltvoll. Und einige biographische Hintergründe dazu erleichtern das Verständnis, werten seine Worte noch weiter auf.
Nun denn, bleibet unserem Blog treu und gehabt euch wohl!